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LOS
spricht zusammenfassend von Schwächen im Lesen und/oder Schreiben, wenn
die Leistungen in diesen Bereichen hinter dem sonstigen Niveau der Leistungsfähigkeit
des betroffenen Kindes zurückbleiben. Es ist für uns in der Praxis nicht
notwendig und nicht sinnvoll, Kinder in oben genannte Kategorien einzuordnen,
da ein nahtloser Übergang von einer schweren Beeinträchtigung der Schriftsprachentwicklung
über leichtere Formen bis hin zu einer normalen Schriftsprachentwicklung
eines Kindes besteht.
Diese bewusst
allgemein gehaltene Sichtweise stellt das Kind als Ganzes in das Zentrum
der Betrachtung. Der Blick richtet sich nicht auf sein Defizit, sondern
auf seine Möglichkeiten. Die genaue Diagnose der Schwierigkeiten des Kindes
im Lesen und Schreiben mittels eines wissenschaftlich fundierten und standardisierten
Lese- und Rechtschreibtests dient dazu, festzustellen, was das Kind schon
kann und eine darauf aufbauende individuelle Förderstrategie festzulegen. |
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